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07 | 09 | 2010
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IM 70.3 Wiesbaden ein voller Erfolg für die Kinder vom Kinderhospiz Bärenherz! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Benjamin Rossmann   
Donnerstag, 19. August 2010 um 12:34 Uhr

IM 70.3 Wiesbaden ein voller Erfolg für die Kinder vom Kinderhospiz Bärenherz!

 

Die Freude mit meiner Teilnahme an einer der Bärenherz-Staffeln den Kinder und ihren Eltern im Wiesbadener Kinderhospiz ein klein wenig Unterstützung zu geben und auf die Einrichtung aufmerksam zu machen, war sehr groß. Deshalb wollte ich natürlich die bestmögliche Leistung bei meinem Part, dem Halbmarathon zeigen, was mir angesichts meiner müden Knochen vom Ironman Regensburg, zwei Wochen zuvor nicht wirklich realistisch erschien.

 

Ihr erinnert euch:   :-)

                      
Quelle: www.tri-mag.de                       Quelle: Michael Rauschendorfer www.triaphoto.com

 

Extrem negativ auf meine Prognosen wirkte sich mein kleiner Unfall nach meiner letzten Paddeleinheit am Freitag aus. Nach eineinhalb Stunden im Kajak hatte ich mir beim Transport des Kajaks aus der Lahn zurück ins Paddlerhaus der Diezer Paddler Gilde das Becken verschoben. Starke Rückenschmerzen und stark eingeschränkte Beweglichkeit waren die Folge. :(

Da ich mit dem Thema vertraut war - es passierte mir nicht das erste Mal - schaffte ich es durch verschiedene Dehn- und Einrenk-Übungen das Becken wieder einigermaßen in Position zu bringen und die Schmerzen zu reduzieren, sodass ich am Samstag mit dem Rad nach Wiesbaden fahren konnte.

Da traf ich meinen Freund und Radbiometriker Marcus Blenke, der mir mit ein paar geschulten und gezielten Handgriffen weitere Linderung verschaffte.

Danach hatte ich mich mit Lydia Wolffram und ihrer Familie zum Essen verabredet. Mit ihnen hatte ich ja schon meinen ersten Ironman auf Lanzarote des Jahres 2010 bestritten. Lydia, Daniel (ihr Freund) und Judith (ihre Schwester) waren auch für den IM70.3 angemeldet. Außerdem dabei waren Carsten (ZDF-Reporter und ebenfalls tatkräftig auf Lanzarote dabei gewesen) sowie mein Schulfreund Jens Kübler, bei dem ich an diesem Abend unterkommen sollte.

Nach einem kurzen Besuch auf dem Wiesbadener Weinfest, sah ich zu, dass ich noch ausreichend Schlaf bekam, da ich Sonntag morgen um 6:45 Uhr wieder auf den Beinen sein wollte. Bei der starken Besetzung des IM70.3 versprach der Wettkampf überaus spannend zu werden und da wollte ich die Auftaktdisziplin im Schiersteiner Hafen nicht verpassen. Da man danach leider keine Möglichkeit hatte das Rennen auf der Radstrecke zu beobachten, beschloss ich zur zweiten Wechselzone zu fahren und mich dort mit den Örtlichkeiten vertraut zu machen, um meinen Einsatz weder zu verpassen, noch durch „Extrarunden“ aufzufallen. :) Es ging ja schließlich um den Staffelsieg für die Kinder von Bärenherz!!!

Die zwei Stunden bis zu meinem „Einsatz“ waren dann eine Aneinanderreihung sehr glücklicher und erfreulicher Zufälle! :) Das fing damit an, dass ein weiteres Mal Marcus Blenke traf und er mich mit Brigitte Schmailzl bekannt machte. Wir waren eigentlich schon auf dem Weg zu Wechselzone als Marcus mit Brigitte ins Gespräch kam und ihm dann einfiel, dass sie mir bei meinem „Rückenproblem“ helfen könnte. Ich muss sagen, dass Brigitte es alleine durch ihre Wesensart schafft Schmerzen zu lindern! ;-)

 

Aber was sie dann noch durch ihre fachfraulichen Kenntnisse und Behandlungsmethoden schafft ist genial. Annähernd die komplette Zeit bis zu meinem Start wurde ich von ihr und ihrem Team umsorgt und fit gemacht. Das sie das drauf hat beweist sie regelmäßig und absolut professionell bei Top-Athleten wie dem ersten deutschen Hawaii-Sieger Thomas Hellriegel und dem Shooting-Star Sebastian Kienle.

Behandlungsabschließend bekam ich von ihr Kinesio-Tapes auf meinen lädierten Rücken.

 

    

So präpariert machte ich mich dran meinen bestmöglichen Beitrag zu einem Staffelsieg für Bärenherz zu geben. Der Wechsel von Marko Schlittchen unserem Radfahrer auf mich klappte schon fast perfekt (außer seiner Ehrenrunde durch die Wechselzone). :-)

 

Wie dieses Foto vom Fotoservice www.sportfotos24.com zeigt, war ich auch flott unterwegs...

 


Quelle: www.sportfotos24.com


 

...und so war ich mit meinem Beitrag zum überlegenen Staffelsieg auch überaus zufrieden.

 

Neben dem Staffelgesamtsieg belegten die Bärenherz-Staffeln auch noch den 2. und 3. Platz der Männer-Wertung und den 1. Platz der Mixed-Wertung. Eine wahnsinnige Leistung!!! :-)


Einen großen Anteil an meiner Tagesleistung haben sicher Marcus Blenke sowie vor allem auch Brigitte Schmailzl und ihr Team. Vielen Dank dafür! Ihr habt dazu beigetragen, dass die unglaublich lobenswerte Arbeit der Bärenherz-Stiftung eine angemessene Aufmerksamkeit bekommt und den Kindern sowie ihren Eltern durch Spenden entsprechend geholfen wird. Spenden an die Stiftung sind weiterhin nötig und können unter www.baerenherz.de getätigt werden.

 

 

Auf mich warten jetzt noch die Herausforderungen der zwei Adventure Races Wulong Mountain Quest und das Abu Dhabi Adventure Challenge von denen ich euch an selber Stelle natürlich wieder berichten werde. :)


Bis dahin alles Gute...

Benni

 

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 19. August 2010 um 19:44 Uhr
 
Ein nicht ganz so glücklicher Schlussakt meiner „Profikarriere“ PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Benjamin Rossmann   
Donnerstag, 05. August 2010 um 21:26 Uhr

Ein nicht ganz so glücklicher Schlussakt meiner „Profikarriere“

Die Vorzeichen standen eigentlich sehr gut für meinen letzten Ironman mit DTU- und WTC-Profi-Lizenz. Ich fühlte mich gut vorbereitet (von meiner Schwimmform mal abgesehen) und meine Vorfreude war riesig auf den Wettkampf, vor allem, weil mir die Unterstützung von meiner Freundin Lilli, meinen Schwestern Julia und Birgit, sowie einigen Freunden gewiss war.

Untergebracht waren wir alle bei der Familie von Armin Roitmeier, einem Freund von Julia und Matthias. Es war einfach unglaublich, dass wir mit sechs Personen einfach so aufgenommen wurden und dazu noch fürstlich bewirtet und betreut wurden. Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle noch mal gaaanz herzlich bei den Roitmeiers bedanken. Daran hat es auf jeden Fall nicht gelegen.

Am Freitag vor dem Wettkampf waren wir angereist und waren gerade so rechtzeitig zur Wettkampfbesprechung der Profis und den Dopingkontrollen gekommen. Dieser offizielle Teil zog sich recht lang hin, aber wir konnten uns mit dem Verzehr von kleinen Häppchen und Getränken die Zeit vertreiben. Nachdem wir erfahren hatten, wie alles abläuft, und ich meinen negativen Dopingbefund erhalten hatte, machten Lilli und ich noch einen Bummel über die Messe und schauten bei der Gelegenheit bei unserem Sponsor BlueSeventy vorbei, um uns noch das ein oder andere fehlende Equipment zu besorgen. Vielen Dank dafür noch mal an BlueSeventy!

Unser Wetsuit Helix von BlueSeventy kam direkt danach auch noch mal zum Einsatz, als ich einen letzten Schwimmtest im Guggenberger Weiher absolvierte. Die Wassertemperatur betrug relativ angenehme 22,8 °C. Ich hatte zwei bis drei Wochen zuvor nicht geglaubt, dass der See so stark abkühlen würde. Was mir außerdem viel Hoffnung für ein relativ gutes Schwimmergebnis machte, waren die sehr gut sichtbaren Bojen, die in sehr kurzen Abständen entlang der gesamten Strecke aneinander gereiht waren.

Die Pasta-Party des Ironman-Veranstalters boykottierten wir, da dieser unverschämte 24 Euro für Begleitpersonen forderte und die Pasta-Party bei Familie Roitmeier mit Sicherheit dreimal so gut war. :)

In der vorletzten Nacht, die bekanntlich die wichtigste vor einem Langdistanz-Triathlon ist, schlief ich wie ein Baby und auch der Rest des Tages verlief sehr entspannt. Eine kurze Fahrt mit meinem CEEPO und ein spritziger Lauf waren die letzten Einheiten vor dem Tag X.

Nach dem Einchecken des Rades holten wir noch Markus Kütscher vom Bahnhof ab und tranken noch gemütlich einen Kaffee in der schönen Altstadt von Regensburg.

 


Von links: Markus, Lilli, meine jüngste Schwester Julia, ich, Roland, Matthias, meine Schwester Birgit.

Abends gab es dann eine weitere „Pasta-Party“ um die Kohlenhydratspeicher endgültig und vollständig zu füllen. :)

Wie die Nacht zuvor schlief ich auch diesmal wie ein Stein, allerdings nicht so lang, denn um 4:00 Uhr klingelte der Wecker. Was tut ein „iron“-man sich da an!

Aber so richtig wach war ich wohl noch nicht, sonst wäre ich auf dem Weg in die Küche nicht die Treppe runter gefallen und auf einen Wasserkasten aufgeschlagen. Es hätte mit Sicherheit auch geholfen, wenn ich das Licht angemacht hätte. Aber auch das konnte mich an diesem Morgen nicht aufhalten, und ich war ja nicht schwer verletzt.

Lilli, Markus und ich bei der Henkersmahlzeit, morgens um 4:15 Uhr.

Für den Weg zum Start hatten wir eigentlich ausreichend Zeit eingeplant, aber die nicht ganz glückliche Parkplatzwahl des Veranstalters machte uns fasst einen Strich durch diese Rechnung. Der Parkplatz war nämlich ein abgemähtes Feld auf dem sich vom Vortag schon tiefe Spurrillen gebildet hatten, und der dazu nur eine einseitig befahrbare Zufahrt bot. Das alles führte zu einer ca. 2 km langen Schlange und einem absoluten Chaos. Zum Glück hatten Lilli und Markus ihre Räder dabei, mit denen Markus und ich dann vor in die Wechselzone fahren konnten. Auf dem Weg dorthin überholten wir noch einen Athleten, der die 2 km im Laufschritt zurücklegen musste. Es war Faris, der spätere Sieger!

Lilli parkte dann das Auto und war erst 20 Minuten vor dem Start an der Wechselzone!


Während sich die Athleten auf den Wettkampf vorbereiteten, machte Franky Lieber noch ein paar Fotos von der überaus schönen Szenerie! Seht selbst:

 

 

Und dann wurde es ernst. Der Start sollte für die AK-Athleten ein Landstart und für uns Profis ein kastrierter Landstart werden. Denn, wie auf folgendem Foto zu sehen, standen wir vor der Meute bis zur Hüfte im Wasser und hatten keinen „Anlauf“ wie die AK-Athleten. Im Vordergrund die Nummer 19, das bin ich. Ich dachte mir – wenigstens einen Schritt zum abspringen.

Quelle: www.tri-mag.de

Und wie befürchtet dauerte es nach dem Startschuss keine drei Sekunden bis unzählige Mitstreiter über mich drüber schwammen. Ich habe es aber irgendwie überlebt und bin, obwohl ich nur selten passende Füße zum Mitschwimmen gefunden habe, für meine Verhältnisse und Erwartungen gut aus dem Wasser gekommen. Dies erfuhr ich aber erst nach dem Wettkampf, - beim Blick auf die Ergebnisse, da ich mir die gute Stimmung währenddessen nicht verderben wollte, weil es sich wieder ewig lang angefühlt hat.

Auf meinen ersten Radkilometern sammelte ich erwartungsgemäß eine Großzahl der 124 Athleten ein, die beim Schwimmen schneller gewesen waren als ich. Es machte so richtig Spaß mit meiner Viper von CEEPO.

Quelle: Michael Rauschendorfer www.triaphoto.com

Nachdem ich das erste Mal über die „Berge“ rüber war, konnte ich von weitem schon eine recht große Gruppe ausmachen, bei denen es den Anschein machte, als wären wir bei einem Mannschaftszeitfahren. Ich wollte mich auf jeden Fall da raushalten und schaffte es auch, erst kurz nach der ersten von zwei großen Radrunden bei Kilometer 90 auf sie aufzuschließen. Am Berg fiel ich auf Grund der kräftezehrenden Aufholjagd etwas zurück, was ich auf der Abfahrt aber mehr als wettmachte. Auf der zweiten Runde hing genau diese Gruppe wie ein langer Rattenschwanz hinter mir und konnte mich nach ca. 140 Kilometern nur überholen, weil ich am Straßenrand meine zum bersten gefüllte Blase leeren musste und dafür fast zwei Minuten brauchte. Bis zum zweiten Wechsel hatte ich sie alle wieder eingeholt. Ich könnte heulen, dass ich mir nicht mehr in die Hose machen kann! ( Das hat doch vor 30 Jahren auch ohne Probleme geklappt! )

Ein Foto des neun jährigen Sebastian Melzl. Vielen Dank dafür! :)

Meine Spezialität, den zweiten Wechsel, habe ich dann ebenso wie den ersten Laufsplit in der Gesamtwertung knapp für mich entscheiden können, nur kann man sich davon rein gar nichts kaufen. Aber wie diese Splitzeiten belegen, lief es anfangs des Marathon noch richtig gut, und meine Freude Lilli und alle anderen auf der Runde zu sehen war riesig. Lilli und Markus versorgten mich an der ersten Verpflegungsstelle perfekt mit meinen Trinkgürteln und Wasser zum kühlen. Julia, Birgit, Matthias und Armin heizten mir am Wehr der Donau mächtig ein, wo ich optimaler Weise auf jeder Runde zweimal vorbeikam.

Meine „Betreuer“ und alle anderen Zuschauer an der Strecke hatten dann noch das Vergnügen den extravaganten Athleten Gi anzufeuern, was alle sicher mit Freude taten! ;-)


Tolle Stimmung in der Regensburger Altstadt (UNESCO Weltkulturerbe!)

Aber dann bekam ich diese starken Bauchschmerzen, die nach ca. 30 bis 35 Kilometer des Marathon so stark wurden, dass ich nicht mehr laufen konnte. Die Erschütterungen schmerzten so, dass ich nur noch walken konnte. So bin ich die letzten sieben Kilometer gegangen. Oh Gott wie peinlich das war! Franky Lieber wollte mir für meinen nächsten Wettkampf schon Nordic-Walking-Stöcke und Socken besorgen. Ja, wer den Schaden hat, muss für den Spott nicht sorgen! Ich würde auch gerne mehr darüber lachen, aber es war leider meine letzte Gelegenheit als Athlet mit Profistatus meine Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen, und alles mit einem guten, zufriedenstellenden Ergebnis abzuschließen. Es hat leider nicht sollen sein.

 

Dieses Erlebnis – durch den Zielkanal in Regensburg zu laufen – und das Ziel alle meine neun Langdistanzen erfolgreich zu beenden trieben mich am Ende an und relativierten die Schmach der kurzzeitigen Walking-Einlage. :)

 

Abschließend möchte ich mich bei allen meinen Sponsoren für die hervorragende Unterstützung bedanken. Allen voran Herrn Vos, Vorstandsvorsitzender der Basalt AG, ohne den ich das „Projekt“ Profi-Triathlet niemals hätte in Angriff nehmen können und dem ich noch sehr lange dafür dankbar sein werde.

Des weiteren gilt mein Dank Erdinger Alkoholfrei die mich seit nunmehr drei Jahren finanziell und mit Material aus der eigenen Kollektion unterstützen.

Da jeder weiß wie exorbitant teuer diese Zeitfahrboliden und das zugehörige Material heutzutage sind, gilt mein weiterer Dank Martin Wiepjes, Inhaber der Firma Minibarista, sowie Hans-Werner Theisen, Inhaber der Firma Teikotec GmbH und exklusiver Europavertrieb für CEEPO-Bikes.

Da ich mir gar nicht vorstellen will, wie meine Schwimmperformance ohne ihre Unterstützung ausgesehen hätte, gilt ein weiterer besonderer Dank der Firma Becker Distribution GmbH, die mich mit dem Hightech-Swim-Gear von BlueSeventy versorgt hat.

Seit 2009 habe ich keinen Wettkampf mehr ohne die Kompressionsbekleidung der Firma SKINS absolviert, und ich möchte sie auch bei der Regeneration nicht mehr missen. Vielen Dank für das Top Material.

Mit der richtigen Verpflegung während des Trainings und des Wettkampfs, aber auch vielem anderen essentiellen Material hat mich Steffen Mayer und sein Team von magic-sportfood.de ausgestattet. Hierfür ebenso mein herzlicher Dank.

Damit ich bei meinen „Unternehmungen“, Wettkampf und Training, immer den richtigen Durchblick habe, stattet mich Andreas Schmidt, Inhaber der Firma Augenblick Brillen – Contactlinsen GmbH mit den entsprechenden (legalen) Hilfsmitteln aus. Dafür mein herzlicher Dank.

Einen großen Dank möchte ich meinem Trainer Marc Pschebizin aussprechen, der mich immer bestmöglich auf die Herausforderungen vorbereitet hat.

Für die optimale Sitzposition auf meinem Rad war Marcus Blenke verantwortlich und hat das jedes Mal meisterlich realisiert. Vielen Dank.

Nicht zuletzt möchte ich meiner Freundin Lilli und meiner Familie von ganzem Herzen für die Unterstützung und die aufgebrachten Entbehrungen danken.

 

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 06. August 2010 um 08:23 Uhr
 
Triathlon Erding PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Benjamin Rossmann   
Dienstag, 29. Juni 2010 um 12:29 Uhr

Triathlon Erding

Nach drei Jahren TEAM Erdinger Alkoholfrei sponsoring habe ich es endlich geschafft beim traditionsreichen (17. Austragung) und jedesmal stark besetzten Stadttriathlon Erding an den Start zu gehen. Aus terminlichen und gesundheitlichen Gründen war mir dies bisher verwehrt geblieben.

Drei mal Bayern und zurück

Meine Anreise im ICE der Deutschen Bahn war sehr angenehm und gab mir Gelegenheit aufgeschobene Rennberichte zu schreiben und nette Telefonate zu führen. :) Auf Grund der weiten Anreise, aber auch wegen der Einladung meines Sponsors zum obligatorischen und zünftigen Erdingerabend im Gasthaus der Erdinger Brauerei, fuhr ich bereits am Samstag ins tiefe Bayern – bereits das dritte mal innerhalb einer Woche.

Zünftiger bayrischer Erdingerabend

Im Gasthaus zum Erdinger Weissbräu in der großen Runde angekommen, entdeckte ich neben den angekündigten Verdächtigen (Michi Göhner, Lothar Leder, Christian Brader, Andreas und Michael Raelert, Daniel Schmoll, usw.), auch wieder Christian Friedrich von www.triathlon.de Da bei ihm am Tisch noch ein Platz frei war setzte ich mich zu ihm und erfuhr erst viel später, dass es sich um den Tisch für die Pressevertreter handelte. Aber das war anscheinend kein Problem und so kam ich in den Genuß interessanter Gespräche, unter anderem mit Lothar Leder, Frank Wild (Reutlinger Generalanzeiger), Dagmar Gard (TriTime) und Christian Friedrich (triathlon.de). Das Essen war selbstverständlich zünftig bayrisch und sehr lecker. Das es Erdinger ohne Ende gab brauche ich nicht erwähnen! ;-)

Relativ kurze Nacht

Weil ich meine Schlafbrille vergessen hatte war die Nacht leider nicht so geruhsam, obwohl das Bett top und das Zimmer im Erdinger Gasthaus äußert schön war und somit eigentlich keinen Anlass dazu gab. Aber es gab halt keine Rollläden und die Sonne geht am 20. Juni schon verdammt früh auf! Aber ich hatte mir meinen Wecker sowieso relativ früh gestellt, da ich die 44 km Radstrecke vor dem Rennen noch abfahren wollte. Gerade wegen den schlechten Wetterbedingungen was das die richtige Entscheidung.

Neues Material :)

Um 11:25 Uhr kam dann der Startschuß im ziemlich kalten Kronthaler Weiher und ich konnte meinen neuen BlueSeventy Helix 2010 unter Wettkampfbedingungen einsetzen. In meinen Augen einfach genial das Ding, auch wenn es meine Schwimmzeit nicht wirklich vermuten lässt. Das liegt aber definitiv am Schwimmer! ;-)

Aus dem kühlen Nass enstiegen durfte ich endlich auf meine CEEPO Viper, worauf ich mich schon den ganzen Tag gefreut hatte, denn ein nettes neues Feature böllerte mich von da an nach vorne! Mein Radsponsor hatte meine Viper mit der CEEPO Scheibe aufgewertet und diese war zum Erding Triathlon zum ersten Mal im Einsatz. Jeder der schon mal in den Genuß gekommen ist von so einer "Bongotrommel" akustisch gepusht worden zu sein, wird mir beipflichten, dass das einfach genial ist! ;-) Es machte auf jeden Fall trotz eiskaltem Regen mächtig Spaß.


Foto: Christian Friedrich www.triathlon.de

Eisfüße

Der Wechsel zum Laufen war dann mit eingefrorenen Füßen alles andere als schön. Es tat einfach nur weh! :(Obwohl eigentlich alles taub war. Irgendwie komisch. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis ich einen einigermaßen annehmbaren Schritt hin bekam und konnte so auch nur noch zwei Kontrahenten einholen.


Foto: Christian Friedrich www.triathlon.de

 


Foto: Christian Friedrich www.triathlon.de

Am Ende stand wieder "Top 10 knapp verpasst" zu buche! :( Sehr enttäuschend. Ich hoffe dieses Ziel in 2010 noch zu erreichen. Am besten beim Ironman in Regensburg! :)

Bis denne...

Bleibt gesund!

Benni

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 29. Juni 2010 um 13:32 Uhr
 
Schiebung beim 2. BuLi WK in Triftern PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Benjamin Rossmann   
Dienstag, 22. Juni 2010 um 06:53 Uhr

Schiebung beim 2. BuLi WK in Triftern


Das geografische Ungleichgewicht der Wettkämpfe in der 2. BuLi bedingt leider den Umstand, dass das DBL-Team RSG Montabaur bei drei von vier Wettkämpfen ins tiefste Bayern reisen muss. Das bedeutet mit Anreise, Übernachtung, Wettkampf und Rückreise ist das komplette Wochenende verplant.


Da muss man die lange Reise auch mal für ein Nickerchen nutzen! :)


Ein weiterer Grund der die 2. BuLi-Wettkämpfe für mich ziemlich unattraktiv macht, auch wenn die Landschaft in Bayern unglaublich schön und sicher eine Reise wert ist. So will ich auch nicht alles schlecht reden, denn wir hatten natürlich einen netten Männerabend, bei dem aber selbstverständlich der Alkohol in Maßen floß (eindeutig zweideutig, insbesondere da wir in Bayern waren, wo Bier zum Grundnahrungsmittel gehört!). :) Für Bayern nicht unbedingt typisch waren wir bei einem Mexikaner speisen, der auch WM-Live-Übertragung hatte und nette Bedienung, was ja auch nicht unwichtig ist bei so einem Männerabend! ;-)


Nach einer angenehmen Nacht widmeten wir uns auch noch dem Hauptanliegen unseres Ausflugs, dem Team-Triathlon in Triftern. Ein Staffelwettkampf bei dem jedes Teammitglied einen Minitriathlon von 300 Meter Schwimmen – 11 km Radfahren – 4 km Laufen absolviert und danach seinen Teamkollegen auf die Reise schickt. Trotz des extrem kurzen Schwimm- und relativ langem Laufsplit machten wir uns auf Grund der personellen Schieflage im Team wenig Hoffnung auf eine gute Platzierung. Nichts desto trotz bereiteten wir uns optimal vor, was eine Streckenbesichtigung beinhaltete,...

 






sowie optimal eingestelltes Material.


Aber leider hat alles wenig genutzt und durch eine fehlerhafte Zählung durch die Helfer der geschwommenen Bahnen von Andi Knopp war er gezwungen statt 300 Metern 350 Meter zu schwimmen, was sich eher negativ auf unser Gesamtergebnis auswirkte und uns wahrscheinlich einen Platz gekostet hat.


Auch ein Einspruch gegen die Entscheidung der Bahnenzähler blieb erfolglos! :(

Am Ende waren wir 10. Mannschaft im Ziel und waren alle zusammen froh, als wir rechtzeitig zum sagenhaften Auftaktspiel der deutschen Fussballmannschaft wieder zu hause waren.


Hier noch ein paar Eindrücke vom Wettkampf:

 


Spaß hatten wir auf jeden Fall!! :)
 

 


Die Rennboliden des DBL-Team RSG Montabaur! :)

 

 
 
 
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 22. Juni 2010 um 07:13 Uhr
 
Auftakt der 2. Bundesliga Süd beim Bürgerpark Triathlon Darmstadt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Benjamin Rossmann   
Montag, 21. Juni 2010 um 20:04 Uhr

Auftakt der 2. Bundesliga Süd beim Bürgerpark Triathlon Darmstadt


Zwei Wochen nach meinem kräftezehrenden Auftritt auf der Lava-Insel Lanzarote stand schon das erste Kräftemessen der 2. BuLi in Darmstadt an.

Unsere personelle Situation beim DBL-Team RSG Montabaur machte es leider unvermeidlich dass ich mit von der Partie war.

So machten sich Markus Mille, Boris Stein und ich am Sonntag Morgen auf den Weg. Boris Stein war eine Wocher vorher noch sensationell überlegen Deutscher Meister auf der Duathlon Langdistanz in Falkenstein geworden und somit blieb der Titel im Verein und ich hatte einen absolut würdigen Nachfolger bekommen.

Christian Weinand und Jonas Poetsch trafen wir in Darmstadt im Bürgerpark an und waren somit komplett. Zu bewältigen stand die in 1. und 2. BuLi immer häufiger zu absolvierende Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen), in meinen Augen eigentlich Hobbytriathleten-Distanz, auf dem Plan. Für einen Langdistanzathleten wie mich ein graus – ein Wettkampf der nicht mal ne Stunde lang geht. Aber was mut das mut.

Die 750 Meter Schwimmen im Sportbecken des DSW Darmstadt verlief wieder alles andere als zufríedenstellend. Hier verpasste ich den Anschluss an die Athleten, die am Ende der Radstrecke die zweite große Gruppe bilden sollten. Selbstverständlich war dieser Wettkampf, wie alle 1. und 2. BuLi Wettkämpfe, ein Lutscher-Wettkampf. Als "Nichtschwimmer" blieb mir nichts anderes übrig mich alleine von einem Grüppchen zum nächsten nach vorne zu kämpfen. Insgesamt hatte ich mich schon ganz gut nach vorne geradelt, aber die Spitze war einfach schon zu weit weg, auch wenn meine vermeintliche beste Disziplin noch bevorstand. Aber von denen hatten sich einige auch sicher auf der Radstrecke in der ca. 30 köpfigen Gruppe schön ausgeruht und Kraft gespart. Jeder der mal in einer solchen Gruppe gefahren ist, kann bestätigen wie entspannt man da fahren kann. Aber so ist es halt, wenn man so ein "Nichtschwimmer" ist wie ich. :)

Am Ende war ich 17. gesamt und war damit ganz zufrieden. Mit einer tollen Mannschaftsleistung (Boris 8er, ich 17er, Christian 24er und Markus 43er) belegten wir einen ordentlichen 5. Mannschaftsrang. Jonas konnte das Rennen aus gesundheitlichen Gründen nicht beenden. Von hier gute Besserung!!!

Alles in allem hatten wir uns den kurzen Stop beim großen M auf der Heimfahrt also verdient! ;-)


Machts gut oder am besten besser! ;-)

 
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