| Wettkampfbericht (Nachtrag) |
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| Geschrieben von: Benjamin Rossmann |
| Donnerstag, 22. Oktober 2009 um 08:07 Uhr |
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Zurück im kalten Deutschland möchte ich euch noch meinen Wettkampfbericht nachliefern. Die Freude ein zweites Mal auf Hawaii die Ziellinie überquert zu haben wurde leider schon kurze Zeit nach dem Wettkampf etwas getrübt. Direkt nach dem Zieleinlauf wurde mir bewusst, dass ich mir auf meinem Ritt und dem Run durch die Lavawüste einen ziemlich krassen Sonnenbrand eingefangen hatte. Die Haut brannte und spannte tierisch und die Erste-Hilfe-Abteilung des Ironman hatte seltsamer weise nichts Geeignetes um meine Beschwerden zu lindern. War ich etwa der erste Teilnehmer in der einunddreißigjährigen Geschichte des IM, der sich den Pelz verbrutzelt hatte??? Kaum vorzustellen. Wie schwer ich der Sonnenbrand tatsächlich war wurde an den darauffolgenden Tagen deutlich. Ich lasse einfach mal die Fotos sprechen. Ich hoffe man erkennt die Brandblasen! :-)
Die Ursache für den Sonnenbrand war zum einen die falsche Wahl meines Sonnenschutzes vor dem Wettkampf und zum anderen die Tatsache dass mir in der 1. Wechselzone nach meinem abermals zu langen Aufenthalt im Salzwasser keine neue Sonnencreme aufgeschmiert wurde. In diesem Zustand konnte es bei fünf Stunden in der sengenden Sonne Hawaiis nicht anders kommen. Da half auch die Sonnencreme nichts mehr, die ich beim zweiten Wechsel auf die bereits verbrannte Haut geschmiert bekommen habe. Für meinen Wettkampf bedeutete dies allerdings neben den Schmerzen nach getaner Arbeit einen erheblichen Energieverlust, der mich wieder um eine Radzeit unter 5 Stunden brachte. So angenockt ging ich auf die Laufstrecke, wo ich anfangs noch mein angestrebtes Tempo laufen konnte, womit aber schon nach ca. 10 Meilen Schluss war. Wie bereits schon erzählt plagten mich ab da Magen- und Darmprobleme und es begann ein sehr unschönes Auf und Ab meines Befinden und auch vor allem meiner mentalen Verfassung. Es ist unbeschreiblich wie oft und wie schnell sich bei einer solchen körperlichen und mentalen Belastung das Empfinden von euphorisch bis depressiv/lethargisch ändert. Das Wichtigste an so einem „verpatzten“ Wettk(r)ampf ist es im Anschluss daran natürlich die Gründe für die Probleme zu ergründen, um sie beim nächsten Mal möglichst zu vermeiden. Bei dem Problem mit dem schlechten bis keinem Sonnenschutz ist das noch relativ einfach. Bei dem Problem mit dem Magen und Darm konnte ich bis jetzt leider keinen expliziten Grund herausfinden. Zumindest kein Nahrungsmittel, was es ausgelöst haben könnte. Wahrscheinlich war es eine Summe aus ungünstigen Gegebenheiten. Für das nächste Mal bedeutet das für mich noch mehr an der richtigen Nahrungsaufnahme zu feilen, um auch den widrigsten Bedingungen stand zu halten.
Angesichts der langen und prominenten Liste derer die die Ironman WM 2009 nicht zu Ende gebracht haben, bin ich immer noch der Meinung, dass ich auf meine Leistung stolz sein kann und bin mir sicher, dass es 2010 wieder besser laufen wird. In Anbetracht dessen mache ich mich jetzt direkt wieder an die Arbeit!!!
Ich wünsche euch eine erfolgreiche und möglichst nicht so kalte Wintersaison.
Aloha und Mahalo Benni
Fotos hier (hoffe ich kann euch irgendwann noch mehr bieten vom Raceday) |
| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 05. November 2009 um 08:47 Uhr |













