Start News Irgendwie der Wurm drin!
07 | 09 | 2010
Irgendwie der Wurm drin! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Benjamin Rossmann   
Montag, 31. August 2009 um 13:53 Uhr

Irgendwie der Wurm drin!

 

Eigentlich hatte ich mich richtig auf diesen Duathlon gefreut, aber irgendwie passte dieses Wochenende rein gar nichts.

Ich hatte mich Samstag Mittag mit dem Zug auf den Weg Richtung Laubach gemacht und das Timing war nahezu perfekt, denn ich kam pünktlich um 16:30 Uhr in Laubach im Schlosspark zur geführten Radrunde an. Ich wollte mir die Strecke einfach noch mal ansehen und mich mit den Kurven, den Anstiegen und den Abfahrten vertraut machen. Wir hatten sehr schönes Wetter, nachdem es wohl kurz vorher noch mal richtig geregnet hatte und die Straßen noch nass waren. Am steilsten Stück der Strecke ging es dann los mit meinem Pech. Ich stellte fest, dass die Kette auf dem größte Ritzel meines Wettkampflaufrads übersprang und ich so auf keinen Fall im Wettkampf hätte fahren können. Ich kann bis heute nicht verstehen, wie das größte Ritzel der Kassette so abgenutzt sein konnte, wo ich es so gut wie nie fahre. Nach der Streckenerkundungstour machte ich mich auf den Weg zu meiner Unterkunft. Benedikt, der Freund meiner Schwester Annette wohnte ganz in der Nähe und nahm mich gerne auf. Als ich dort ankam der nächste Ärger. Ich hatte auf dem Weg meine Luftpumpe verloren. Wir fanden sie zwar noch wieder, doch war sie leider nicht mehr funktionstüchtig, da sie mitten auf der Straße gelegen hatte und schon einige Autos drüber gefahren waren. Das ärgerte mich sehr, da es eine absolute TOP-Pumpe gewesen war und ich sie in Neuseeland gekauft hatte! :-(

Danach kümmerte ich mich darum eine Ersatzkassette für mein Rad zu organisieren. Marc Münz mein Vereinskollege, war beim Duathlon in Laubach auch am Start und wollte mir mit der Kassette seines Trainingsrads aushelfen. Die hatte natürlich eine 25-12er Übersetzung, was nicht gerade eine Wettkampfübersetzung ist, aber besser als gar nichts.

Zum Abendessen gab es köstliche Spagetti Bolognese mit frischem Basilikum und Parmesan von Benedikts Mutter. Wohl gesättigt entspannten wir uns bei einer DVD. „American History X“ wollte ich schon immer mal sehen und kann ihn echt empfehlen. Ein sehr ergreifender Film!

Am Sonntag konnten wir es sehr entspannt angehen lassen, da der Wettkampfstart erst um 14 Uhr angesetzt war. Natürlich schaffte ich es, dass es trotzdem wieder hektisch wurde. In Laubach angekommen merkte Benedikt, dass ich meinen Helm und mein Radschuhe bei ihm vergessen hatte. Während ich ca. 45 Minuten vor dem Start noch die Kassette an meinem Rad wechselte, holte Benedikt den Helm und die Schuhe. Selbstverständlich fehlte in den Toiletten die Seife wodurch ich kostbare Zeit dabei verlor meine ölverschmierten Finger wieder einigermaßen sauber zu bekommen.

Als ich mich dann endlich für den Wettkampf warm machen wollte stellte ich noch fest, dass ich meine Wettkampfklamotten bei Benedikt im Auto hatte, mit dem er gerade auf dem Weg war mein Schwester Annette abzuholen. Aber gar kein Problem. Fünf Minuten vor dem Start waren sie zurück und ich konnte mich in meine Wettkampfpelle zwängen. :-)

Und dann ging es auch schon los. Ich hatte mir vorgenommen das Rennen wie letztes Jahr von vorne zu gestalten. Es ging gleich richtig zur Sache. Trotz einem um 1:15 Minuten schnelleren Lauf als im Vorjahr konnte ich meine ärgsten Verfolger um kaum mehr als zehn Sekunden distanzieren.

Deshalb hieß es auch auf dem Rad direkt richtig Druck machen um hier an Abstand zu gewinnen. Doch das gelang mir leider nicht. Dirk Strothmann überholte mich nach ca. 9 km und baute einen Vorsprung von knapp 2 Minuten bis zum Ende des Radfahrens auf.

Ich sah mich durchaus in der Lage den Abstand auf dem abschließenden Lauf noch zu verkürzen, doch kam ich leider nicht mehr dazu. In der letzten Runde machte es am steilsten Stück der Runde auf einmal „rums“ und ich stand ohne Antrieb an meinem Rad da. Mir war die Kette gerissen und ich konnte es nicht glauben. Keine Chance das Rennen noch irgendwie zu beenden. Die Enttäuschung war riesengroß.

Während ich total frustriert auf Benedikt und Annette wartete kam Ulrike Schwalbe vorbei und fluchte wenig später ähnlich wie ich einige Minuten vorher. Ihr war zum wiederholtem Male die Kette vom Antrieb gesprungen und ich eilte ihr zu Hilfe. Als wir die Kette wieder drauf hatten bemerkte ich, dass ihre Schaltung total verbogen war, als wäre sie mit dem Rad schwer gestürzt. Ich war sehr erstaunt darüber, dass sie damit überhaupt so weit gekommen war. Aber hier war damit auch für sie der Wettkampf beendet. Wenn wir beide nicht so frustriert gewesen wären hätte man fast drüber lachen können, dass beide Vorjahressieger an gleicher Stelle wegen technischem Defekt aufgeben mussten.

Für das nächste Jahr hoffen wir mit einem besseren Ausgang, denn nichts ist schlimmer einen Wettkampf nicht zu beenden. Ich bete darum, dass mir dies nicht auf Hawaii am 10. Oktober passiert. Denn dort ist ein finishen noch viel wichtiger!!! :-)

 

Bis die Tage...

 

Gruß Benni

Zuletzt aktualisiert am Montag, 31. August 2009 um 19:26 Uhr
 
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