| Nationalhymne für den "schnellsten D Zug Deutschlands" |
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| Geschrieben von: Benjamin Rossmann |
| Montag, 18. Mai 2009 um 13:55 Uhr |
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Nationalhymne für den „schnellsten D Zug Deutschlands“ Benjamin Rossmann wird Deutscher Meister im Duathlon! © Benjamin Rossmann / edited by Oliver Kaltheier Dusseligkeiten mit erfolgreichem Ausgang habe ich mir bekanntermaßen ja schon so Einige erlaubt. Sei es meine Irrfahrten beim München Hero Triathlon und beim Duathlon in Oberursel oder der "helmlose" Start auf die Radstrecke in Kona. Meine unverschuldete Zwangspause beim „Powerman Germany“ in Falkenstein strapazierte meine durchtrainierten Lachmuskeln jedoch bis aufs Äußerste – zum Glück und einmal Mehr mit erfolgreichem Ausgang… Meine Anreise bestritt ich bereits einen Tag zuvor, um mich mit der gefürchteten Radstrecke beim „Powerman Germany“ in Falkenstein vertraut zu machen (1250 Höhenmeter auf 64 Kilometer). Im Nachhinein eine gute Entscheidung, da es der 16% Anstieg wahrlich in sich hatte und da er als Wendepunkt später auch zu einer äußerst kniffligen Abfahrt werden sollte. Abgesehen von dem katastrophalen Straßenbelag war ich vom Kurs sehr angetan, hoch motiviert und zuversichtlich für das Rennen am nachfolgenden Wettkampftag. Der Wettkampftag versprach zumindest vom Wetter her ein sehr schöner zu werden. Um 10.00Uhr viel der Startschuss. Der Lauf wurde erwartungsgemäß vom südafrikanischen Favoriten Jason Spong angeführt. Er legte ein Höllentempo vor. Ich entschied mich vorerst für einen kleineren Gang, um nicht direkt nach dem ersten Lauf am Ende zu sein. Zwischen mir und dem Südafrikaner lief noch der Vorjahresdritte Matthias Graute, bei dem ich mir jedoch ziemlich sicher war, Ihn später auf dem Rad noch einzuholen. Als ein Mann der Tat hatte ich Matthias bereits nach ca. 2 km Radfahren eingeholt. Allerdings wurde ich nahezu zeitgleich vom Vorjahressieger Zoltan Senczyszyn überholt – Verfolgung zwecklos, Platz drei. Auch damit hatte ich gerechnet. Um mir eine Chance auf´s Treppchen zu bewahren durfte der Abstand vor dem abschließendem Lauf allerdings nicht allzu groß werden, Zeitweise fiel ich – trotz des hohen Tempos – vom dritten auf den fünften Rang zurück. Wenige Kilometer vor dem zweiten Wechsel hatte ich jedoch den dritten Platz zurück erobert. Nun setzte ich alles daran den Abstand zum Führungsduo Zoltan/Jason weiter zu verkürzen. Und dann passierte das unfassbare. Auf einem angeblich stillgelegten Bahnübergang verweilte eine „Bimmelbahn“ gefüllt mit heiteren Rentnern, die sich an der schöne Landschaft erfreuten - genau in dem Moment als ich dort ankam. Ich war außer mir vor Wut und wollte schon vorbeifahren, als mir der Polizist, der zur Streckenabsicherung vor Ort war, sehr bestimmt von meinem Überholmanöver abriet und mir Anweisung gab zu warten. Es dauerte eine gefühlte halbe Stunde, bis sich das Bimmelbähnchen in Bewegung setzte und ich meine Aufholjagd fortsetzen konnte. Meine Hoffnung auf den Deutschen Meister Titel waren nahezu verpufft. Nach einem schnellen Wechsel in die Laufschuhe nahm ich Fahrt auf und rannte wie ein D Zug (Bimmelbahnen sind was für Rentner). Mein ganzer Körper schrie vor Schmerzen. Durch den verwinkelten Kurs konnte ich sehr lange Zeit nicht abschätzen ob und wie schnell ich mich Zoltan näherte. Den laufstarken Jason einzuholen hatte ich mir nach der Zwangspause am Bahngleis schon abgeschminkt. Einen Kilometer vor dem Ziel erblickte ich Zoltan und erkannte, dass ich deutlich schneller war als er. Ich dachte an mein Überholmanöver von Chrissie Wellington auf Hawaii und mobilisierte noch mal alle Kräfte. Schlappe hundert Meter vor dem Ziel überholte ich Zoltan. Er konnte glücklicher Weise nichts entgegensetzen. Mein Zieleinlauf war einfach unbeschreiblich! Ich war Deutscher Meister! Überglücklich genoss ich die Siegerehrung und lauschte zum ersten Mal der deutschen Nationalhymne! :-) Ich danke meinen Sponsoren BAG, ERDINGER Alkoholfrei, CANNONDALE, Minibarista, BlueSeventy, SKINS, magic-sportfood.de und Augenblick für ihre Unterstützung. Ein besonderer Dank gilt meiner Freundin Lilli, die ich anschließend noch zum gemeinsamen Abendessen einladen durfte.
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| Zuletzt aktualisiert am Montag, 03. August 2009 um 12:55 Uhr |













